Wer ich bin – und warum meine Arbeit mehr ist als Worte
Ich glaube daran, dass Worte tragen können. Dass sie Übergänge halten, Erinnerungen bewahren und dem Unsagbaren eine Form geben. Meine Arbeit beginnt dort, wo Sprache mehr sein darf als Information – nämlich Verbindung, Halt und Vermächtnis. Ich gestalte Lebensgeschichten, Abschiede und Neuanfänge so, dass sie Spuren hinterlassen – für heute und für eine greifbare Zukunft. Getragen von Liebe

Über mich – verwurzelt und angekommen
Hi Ich bin Jessica Maria – die meisten nennen mich Jess(i).
Schön, dass du hier bist und dir die Zeit nimmst, mehr über mich zu erfahren. Auf dieser Seite möchte ich dir einen kleinen Einblick in mein Leben, meinen Weg und das, was mich ausmacht, geben – ganz persönlich, ehrlich und mit Herz. Fangen wir am besten ganz vorne an: Ich wurde am 02.04.1988 in Kirchheim unter Teck geboren. Aufgewachsen bin ich gemeinsam mit meiner zwei Jahre jüngeren Schwester in Schlattstall, einem kleinen Dorf im Lenninger Tal mit nur drei Straßen – ein Ort, der früh bewiesen hat, dass selbst mit drei Wegen nie nur einer zum Ziel führt. Vielleicht waren es meine Eltern, die mir mit ihrer fürsorglichen, zugleich bodenständigen und offenen Art gezeigt haben, dass das Leben viele Wege kennt – und dass Grenzen oft weiter sind, als sie scheinen. Vielleicht war es auch die Weite der Wälder auf der Schwäbischen Alb, die mich früh gelehrt hat: Identität ist nichts Starres. Sie darf sich bewegen, wachsen und verändern – und trotzdem Wurzeln schlagen. Schon als Kind waren Worte meine Begleiter. Nicht als Schmuck, sondern als Zuflucht. Als Möglichkeit, das zu verstehen, wofür es noch keine Erklärungen gab. Heute bin ich angekommen. Wieder im Lenninger Tal, zwischen Lindenbäumen, die seit jeher für Schutz, Liebe und Gemeinschaft stehen. Dieses Zuhause ist kein Zufall. Es ist meine Heimat, mein zweitliebster Ort – gleich neben den Armen meines Mannes, wo ich mich am tiefsten geerdet fühle. Hier, in Oberlenningen, lebe ich mit meinem Mann Ken, den ich 2022 kennen und lieben gelernt und 2023 geheiratet habe, zusammen mit unserer einhundertundeins-gepunkteten Dalmatiner Hündin Lucy und unserer schneeweiß-grau gefleckten Katze Luna – an einem Ort, der trägt. Zwischen Wegen, Wäldern, Burgen und Linden, wo Gedanken wachsen dürfen und das Herz zur Ruhe kommt.
Wie alles begann – oder: Wie die Worte zu mir fanden
Zwischen meinem 12. und 13. Lebensjahr entdeckte ich die Poesie. Nicht aus Ehrgeiz. Nicht, um gesehen zu werden. Ich schrieb, um atmen zu können. Gedichte, Briefe an das Leben, Texte über Liebe, Freundschaft, Abschied und Verlust. Worte halfen mir, inneres Chaos zu ordnen und Halt zu finden, wenn nichts anderes griff. Was viele Jahre wie etwas „Nebenbei“ wirken mochte, war für mich längst mehr: Worte waren nie nur ein Hobby. Sie waren immer ein Instrument, mein Werkzeug. Schon früh arbeitete ich mit Blogs und unterschiedlichen Textformaten. Doch es ging mir nie um den Zweck allein. Sprache war für mich nie Mittel zum Geldverdienen, sondern etwas, das trägt. Denn Sprache bewirkt. Sie berührt, ordnet, öffnet Räume. Sie kann Menschen verändern – manchmal leise, manchmal tief.
Prägungen – die leisen und die unwiderruflichen Einschnitte
Es gibt Momente im Leben, die sich unauslöschlich einschreiben. Frühe Verluste haben mich geprägt: der Abschied von meiner geliebten Golden Retriever Hündin im Teenageralter, der tragische Verlust meines Cousins als junge Erwachsene, der Tod meines Opas vor wenigen Jahren, das langsame Verschwinden meiner Oma – Jahr für Jahr – durch Demenz, die sie bis heute begleitet. Und dann jene Nacht, in der ich mein gesamtes Zuhause verlor durch einen Brand – und meine damalige Katze im Brand ums Leben kam. In dieser Zeit stellte sich die Frage, die alles veränderte: Wer bin ich, wenn mir alles genommen wird? Die Stille danach war laut. Doch genau dort begann mein tiefstes Verstehen: Abschied ist nicht nur Schmerz. Er ist auch Wahrheit. Und manchmal sogar eine Form von Neuordnung und Nähe, die reiner ist als alles zuvor.
Zwischen Verlust und Neubeginn – meine Haltung zum Abschied
Diese Erfahrungen haben meine Haltung geformt. Ich fürchte den Tod nicht. Ich fürchte nur das Ungesagte. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Welt still wird. Und ich weiß, wie wichtig es ist, Erinnerungen zu fassen, zu würdigen und weiterzugeben. Darum begleite ich auch Menschen, die ihren eigenen Abschied bewusst gestalten möchten – bei lebensverkürzenden Erkrankungen oder am Ende eines Weges. Ein Abschied darf ein letzter Akt der Selbstbestimmung sein. Mit Worten, Musik, Geschichten. Nicht nur ein Ende – sondern ein Vermächtnis. Liebe endet nicht mit dem Tod. Sie verändert ihre Form, bleibt aber spürbar – in Erinnerungen, in Gesten, in dem, was uns geprägt hat. Sie verbindet das Vergangene mit dem Jetzt und trägt uns über jene Schwelle hinaus, an der Nähe sich verwandelt. Diese Liebe ist der Grund, warum Abschiede Worte brauchen, die ehrlich sind. Warum Erinnerungen Raum bekommen dürfen. Und warum jede Trauerfeier so einzigartig sein sollte wie der Mensch, dem sie gewidmet ist. Meine Haltung ist geprägt von Respekt, Achtsamkeit und dem tiefen Vertrauen darauf, dass ein würdevoller Abschied Halt geben kann – mitten in der Trauer.
Mein Weg zur freien Rednerin – über Umwege zur Berufung
Mein Weg verlief nie geradlinig. Mit 15 Jahren begann mein Einstieg ins Berufsleben, ich absolvierte eine Ausbildung zur Friseurin. Schon während der Ausbildung erfuhr ich bereits in jungen Jahren viel über Krankheit und Abschied. da ich im Seniorenheim regelmäßig Haare schnitt. Dort begegnete ich Menschen, die bettlägerig waren, nach schweren Erkrankungen nicht mehr sprechen konnten oder sich in existenziellen Situationen befanden. In diesen stillen Momenten – beim Waschen, Schneiden und Föhnen der Haare – erlebte ich Nähe und Verletzlichkeit auf eine sehr unmittelbare, menschliche Weise. Als Leidenschaft und Motivation diesen Beruf nicht mehr tragen konnten, folgte eine zweite Ausbildung im Einzelhandel. Viele Jahre arbeitete ich in der High-End-Modebranche. Was zunächst wie ein pragmatischer Schritt wirkte, wurde zu einer meiner größten Schulen des Lebens. Zwischen – Stoffen, Farben, Luxus, Glitzer und Glamour, engen Strukturen, Hierarchien und Unternehmensphilosophien – begegnete ich Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen und Lebenswelten. Ich lernte, wie sehr Herkunft, Glaube und Werte das Denken, Fühlen und Handeln prägen. Wie verschieden Bräuche, Ausdrucksformen und Nähe sein können – und wie ähnlich sich Menschen im Kern dennoch sind. Ich traf auf Reichtum, Status und Bekanntheit – und ebenso auf stille Biografien ohne großes Außen. Dabei wurde mir klar: Kein Titel, kein Besitz und kein Ansehen schützt vor Einsamkeit, Krankheit oder Abschied. Diese Zeit hat meinen Blick geschärft. Für Zwischentöne. Für das Ungesagte. Und für die Verantwortung, die darin liegt, Menschen wirklich wahrzunehmen. All das fließt heute in meine Arbeit ein. Denn wer gelernt hat, hinzusehen, ohne zu bewerten, weiß: Jede Geschichte verdient Respekt – und Worte, die ihr gerecht werden. Diese Erfahrungen führten mich weiter in den Bereich des Personalwesens sowie in die Arbeit mit Bildungs- und Veranstaltungsformaten, wo sich mein Blick für Menschen noch einmal vertiefte. Dort arbeitete ich unter anderem als Assistentin von Geschäftsführern, Referenten und Professoren. All diese Stationen verband eine leise Gewissheit, die mich durch die Jahre trug: Worte sind mein Werkzeug. Meine Stimme mein Zuhause. 2019 begann ich, dieser Gewissheit Raum zu geben, und startete meine Weiterbildung zur Freien Rednerin und begann meine nebenberufliche Selbstständigkeit als zertifizierte freie Rednerin. 2024 folgte schließlich der Schritt in die hauptberufliche Selbstständigkeit. Es brauchte Zeit. Mut. Und den Schritt ins Ungewisse. Lange war da Unsicherheit. Die Frage, ob ich mir erlauben darf, dem zu folgen, was mich wirklich ruft. Ob dieser Weg trägt – auch ohne Sicherheiten, ohne feste Linien. Es war mein Mann, der mich ermutigte, diesen Schritt zu wagen. Der an mich glaubte, als ich selbst noch zögerte. Und dann dieser Moment als ich meinen Businessplan bei der IHK vorstellte, wurde mir fachliche Expertise bescheinigt – und zugleich ausgesprochen, was ich selbst längst gespürt hatte: dass mein Weg, nach all den Umwegen, nun genau hier zusammenläuft. Als man mir sagte: „Sie sind hier genau richtig.“ habe ich es nicht nur gehört – ich habe es gespürt.
Was mich heute bewegt
Nach Jahren im Angestelltenverhältnis haben sich meine Fragen verändert. Nicht mehr: Was ist der nächste Karriereschritt? Sondern: Was trägt, wenn alles neu beginnt? Und was bleibt, wenn wir gehen? Heute arbeite ich als freie Rednerin und bin zudem mittlerweile Autorin von Kinderbüchern und Gedichtbänden. Ich begleite Übergänge: Abschiede, Neubeginne. Leise wie laut. Schwer wie lichtvoll. Meine Arbeit findet statt in Gesprächen, auf Bühnen, am Grab. In Kooperation mit Netzwerken, im Austausch mit Seelsorgenden und Einrichtungen.
Warum ich tue, was ich tue
Ich tue, was ich tue, weil Sprache verbindet. Weil sie stärkt. Und weil sie dem Unsagbaren eine Stimme gibt. Ich liebe alles, was mit Worten zu tun hat. Nicht, weil sie schön klingen. Sondern weil sie tragen. Worte erzählen nicht nur Geschichten, sie verbinden Menschen. Sie verändern Leben. Sie wirken – leise oder laut. Sie öffnen Räume zum Nachdenken und lassen Träume zu. Seitdem ich die Buchstaben des Alphabets kenne, forme ich aus ihnen Bedeutung. Worte sind mein Sprachrohr für Gefühle, für Eindrücke, für das Leben selbst. Manches wird erst verständlich, wenn es schwarz auf weiß vor mir liegt. Manches findet erst dann eine Ordnung, wenn es geschrieben wird. Und manches will gesprochen sein. Denn Worte, die nicht gehört werden, bleiben unvollendet. Ich glaube nicht an gerade Linien. Ich glaube an Schwellen. An Übergänge zwischen dem, was war, und dem, was werden darf. Genau dort braucht es Worte. Worte, die nicht erklären, sondern halten. Nicht verfälschen, sondern wahr sind.
Wozu das alles?
Um das Leben bewusst zu gestalten – in seinen hellen genauso wie in seinen schmerzhaften Momenten. Um Erinnerungen nicht nur zu bewahren, sondern ihnen Bedeutung zu geben. Meine Arbeit wirkt vom Lenninger Tal über Kirchheim, Nürtingen, Esslingen, Stuttgart, Ulm und überall dorthin, wo Abschied, Erinnerung und leise Gefühle ihren Raum finden. Denn es geht nicht nur darum, Spuren zu hinterlassen – sondern darum, dem eigenen Leben Richtung zu geben.
Meine Vision „Die Welt mit jedem Wort zu einem besseren Ort zu machen.“
Das ist nicht nur ein Satz, sondern mein Lebensmotto. In einer Welt, in der man alles sein kann, habe ich mich dafür entschieden, freundlich zu sein.
Voller Hoffnung. Voller Dankbarkeit. Hilfsbereit. Und vor allem: voller Liebe. Denn Liebe ist die einzige Sprache, die uns alle verbindet. Sie ist das, was die Welt zusammenhält – das gute Gefühl, der unsichtbare Klebstoff zwischen uns Menschen. Und wenn wir in dieser Welt in jedem einzelnen Menschen, dem wir begegnen, etwas bewirken können, dann sollte es immer Liebe sein, die wir hinterlassen.
Meine Mission „Jeden Ort ein bisschen besser zu hinterlassen, als ich ihn vorgefunden habe und jedem Menschen, dem ich begegne,
etwas mitzugeben, das bleibt: ein Gefühl von Hoffnung, von Träumen, von Möglichkeiten und von Liebe.. Liebe dorthin zu bringen, wo sie am meisten gebraucht wird. An traurige Orte. An furchteinflößende Orte. An hoffnungslose Orte. Dort, wo Worte fehlen, darf Liebe sprechen. Dort, wo Dunkelheit ist, darf sie leise Licht sein. Wenn ich diese Welt eines Tages verlasse, möchte ich nicht nur ein Name sein auf einem Grabstein. Nicht nur eine Erinnerung in Worten. Ich möchte ein Mensch gewesen sein, an den man sich gerne erinnert. An den man gerne denkt. Mit dem man gerne Zeit verbracht hat. Ein Mensch, mit dem man sich gut und leicht unterhalten konnte. Ein Mensch, der mehr hinterlassen hat als schöne Worte und einen Hauch von Poesie.
Etwas, das zwischen den Zeilen schwingt, wenn meine Stimme längst verstummt ist. Ein Leuchten in den Augen jener, die von mir erzählen. Ein Funkeln im Herzen derer, die meinen Namen nennen. Momente, die wärmen. Ein Gefühl von: Schön, dass du da warst, wir vermissen dich.
Etwas Echtes. Etwas Bleibendes. Etwas, das leise sagt: Liebe war hier. Und auch wenn wir sie nicht mehr sehen, nicht mehr berühren können, so bleibt sie doch spürbar – fühlbar, greifbar in allem, was sie hinterlassen hat. Das ist mein Wozu, das ist mein Warum!

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